Ton.Erde.Lehm:

Erde wird gebraucht,
um auf den Grund zu weisen,
als das Einfache, das Schöpferische, jedem Verständliche. (…)
Sie ist unsere Existenz.

Rolf Iseli

Erde ist ein „Urstoff“, ein Material, das die Grundlage für Wachstumsprozesse ist. Es handelt sich dabei um keinen neutralen Stoff, weil er schon von vorneherein mit zahlreichen Bedeutungen aufgeladen ist. Beispielsweise wird Erde in den Schöpfungsmythen zahlreicher Kulturen als Stoff gesehen, aus dem die ersten Menschen geformt wurden. Im christlichen Kontext heißt es dazu: „Von Staub bist du genommen, zu Staub kehrst du zurück.“ Ganz allgemein kann Erde als Ursprung des Lebens und Vergehens gesehen werden.
In der altgriechischen Vier-Elemente-Lehre wird die Erde als das niedrigste, aber formbarste der Elemente verstanden, sie wird einerseits als wertlos, weil allseits verfügbar, aber andererseits auch als heilige Substanz angesehen, weil Grundlage allen Lebens. In den 60er Jahren des 20. Jh. rückte die Substanz Erde ins Blickfeld der Kunst. Das Material selbst wurde zum Träger der Aussage in zahlreichen künstlerischen Arbeiten, beispielsweise in den sogenannten Earthworks amerikanischer Künstler/innen wie Robert Smithson und Michael Heizer.
Ton kann als spezielle Form der Erde gesehen werden, ein Verwitterungsprodukt Feldspat haltigem Gestein. Die Stoffe Ton und Lehm sind sehr wandlungsfähig und können in unterschiedlichen Erscheinungsformen vorkommen: flüssig als Schlicker, pulverisiert als Pigmente, fest als feuchte oder getrocknete Klumpen, gebrannt als Keramik oder Ziegel. Gerade der Lehm wurde in der bäuerlichen Kultur als bevorzugter Baustoff verwendet. Ursprünglich nur in getrockneter Form wurden die Ziegel schließlich auch gebrannt.

artist in residence

18. bis 23. Juni 2017
Präsentation: 23. Juni 2017
Temporäre Ateliers in ehemaligen Geschäftslokalen am Hauptplatz Pischelsdorf bzw. im öffentlichen Raum (10:00 bis 16:00 Uhr)
Hubert Brandstätter, Andrea Sadjak

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Runder Tisch

Atelierbesuch mit wissenschaftlichen Betrachtungen zu TON.ERDE.LEHM.

22. Juni 2017, 19:00 Uhr
mit Erwin Fiala (Medien- und Kulturphilosoph), Herbert Purkathofer (Biobauer), Anton Frauwallner (Firma proLehm), Norbert Galler (Naturwissenschaftler) und Andrea Sadjak (Keramikerin, Künstlerin)

Ausstellung im K3

Vernissage
1. Juli 2017, 19:00 Uhr, K3 Pischelsdorf

Peter Angerer, Hubert Brandstätter, Richard Frankenberger, Eliette Jandl, Anna Jenner, Gertraud Ranegger-Strempfl, Gottfried Ranegger, Andrea Sadjak, Resanita, Klaus Schafler, Irmgard Schaumberger, Barbara Schmid, Christian Strassegger, Daniel Wetzelberger, Markus Wilfling

Eröffnung: Roman Grabner, Leiter des Bruseum am Universalmuseum Joanneum, Graz

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VEREDELN & Ansäen

Pflanzenvielfalt … im Obst- und Hausgarten

Vorträge, Musik und Ausstellung
Teil 1: Veredeln
Mag. Johannes Rabensteiner hält einen Vortrag über das Veredeln mit praktischem Probieren
Teil 2: Saatgutvermehrung
Vortrag von Frau Irmgard Scheidl

Musikalische Umrahmung mit ergänzender Ausstellung


Samstag, 18. März 2017, ab 16.30 Uhr
Kulturstock 3, Gewerbepark Pischelsdorf

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MEHRWERT: Textil - Kunst - Mode

Kunst trifft auf faire Mode: Der Kulturverein KULM lädt zur Präsentation im neuen Gewand

Um ein Zeichen gegen den Fast Fashion-Wahn und dessen hohen Energieverbrauch zu setzen, veranstaltet der Kunstverein KULM gemeinsam mit zwei jungen Labels aus Pischelsdorf eine Fair Fashion Vernissage.
Dogdays of Summer und Louis Carlton New York könnten unterschiedlicher und gleicher nicht sein: Während Dogdays of Summer auf das Wiederverwenden bereits getragener Vintage-Mode setzt, lässt Louis Carlton New York fair gehandelte Businessmode aus Bio-Baumwolle herstellen.


Freitag, 21.10.2016
Gewerbepark Pischelsdorf, 3. Stock

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TEXTILIE.FASER.STOFF

KULMaterie. Die Sprache der Materialien.

Materialien sind die Grundlage für Arbeiten der bildenden Kunst, die über das Konzeptuelle hinausgehen sollen. Lange Zeit wurde das Material lediglich als Mittel zum Zweck gesehen, als Vehikel um einer Idee eine Form zu geben. Es galt an sich als roh, amorph oder je nach Kontext auch hässlich oder weiblich, jedenfalls als niedrig in der Bewertung. Eine ‚Immaterialisierung‘ war bzw. ist bis heute ein entscheidendes Kriterium, ob das betreffende Objekt als Kunst angesehen wird oder nicht.


27.06.2016 bis 17.07.2016


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Kraut und Ruam

Lasst 1000 Blumen blühlen

Vortrag mit Diskussion, Musik und Ausstellung

Die Biologen Fritz Kummert und Johannes Rabensteiner nehmen Stellung zu folgenden Fragen:
Die Artenvielfalt bei Gemüse und Obst hat in den letzten 100 Jahren stark abgenommen. Wie lässt sich dieser Kulturverlust bremsen?
Gibt es neue Alternativen in der Landwirtschaft?
Von der Vielfalt zur Einheit und von der Einheit zur Vielfalt:
Wo liegen die Grenzen von Natur, Kultur und Künstlichkeit rund um Haus und Garten?


Sa., 19. März 2016, 19:00 Uhr
Kulturstock 3, Gewerbepark Pischelsdorf

Eintritt: freiwillige Spende

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